Zur Instandhaltung einer Weidezaunanlage gehört selbstverständlich auch die Wartung der dazugehörigen Batterie. Bevor wir im Folgenden erklären, wie Säurebatterien gefüllt werden, gehen wir nochmal kurz auf die Begriffe der Batteriearten ein.

Die Bezeichnungen Nassbatterie, Gelbatterie, Trockenbatterie und trocken vorgeladene Batterien sind teilweise etwas verwirrend, da die Einteilung in „trocken“ und „nass“ technisch nicht korrekt ist. Auch in einer sogenannten Trockenbatterie ist Schwefelsäure enthalten, jedoch ist diese in einem saugfähigen Medium gebunden, versiegelt und sollte deshalb nicht selbst nachgefüllt werden.

In diesem Artikel geht es um die trocken vorgeladenen Batterien, also nachfüllbare Bleiakkus. Diese sind besonders gut für WeideWeidezaun AKKU 12V.jpegzaungeräte geeignet, da sie vor der Befüllung mit Säure eine nahezu unbegrenzte Lagerfähigkeit und während der Nutzung eine sehr niedrige Selbstentladung haben. Trocken vorgeladene Batterien werden auch als Blei- oder Nass-Akkus bezeichnet. Sie sollten mit großer Vorsicht — wie nach den Sicherheitshinweisen beschrieben — befüllt werden.

 

Wichtige Hinweise:

Beachte beim Befüllen von trocken vorgeladenen Batterien unbedingt die Sicherheitshinweise. Diese sind immer mit Symbolen auf der Batterie angegeben. Nicht ordnungsgemäßer Umgang mit Batterien kann zu schwerwiegenden Verätzungen führen, deswegen sind eine Schutzbrille und Gummihandschuhe empfehlenswert. Kinder sollten generell von den Batterien ferngehalten werden. Beachte auf jeden Fall die Anweisungen der Betriebsanleitung der Batterie und des Weidezaungeräts sowie das absolute Rauchverbot. Falls Haut oder Augen mit der Säure in Kontakt kommen, wasche sie einige Minuten mit viel Wasser aus. Trinke viel Wasser, aber erzeuge keinen Brechreiz. Zur Sicherheit sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Augen betroffen sind. Säurespritzer auf der Kleidung sollten unmittelbar mit Seifenwasser ausgewaschen werden. Um elektrostatische Funken zu vermeiden, sind antistatische Tücher und isolierte Werkzeuge für den Einbau der Batterie empfehlenswert.

 

So befüllst du die Batterie:

  1. Entferne zuerst alle Verschlüsse sowie eventuell vorhandene Stopfen in den Entgasungsöffnungen und lege sie an einen sauberen, trockenen Platz.
  2. Befülle die Batterie mit einem geeigneten Füllgerät wie z.B. einem Ballonheber oder elektrischen Füllgerät. Benutze ausschließlich Akkumulatorensäure 1,28. Achte auf ausreichend gelüftete Räumlichkeiten und halte dich von Zündquellen fern, wie z.B. Funkenschlag, Zigaretten oder Schleifwerkzeug. Befülle die Batterie niemals über die maximale Füllmarke!
  3. Warte 20 – 30 Minuten und überprüfe nochmals den Füllstand. Falls die Maximalmarkierung noch nicht erreicht ist, fülle noch etwas Säure nach. Ist der Füllstand korrekt, schraube die Verschlussstopfen wieder ein. Die Entgasungsöffnungen an der Batterie dürfen nicht verschlossen werden, ausgenommen durch entsprechend vorgesehene Entgasungsschläuche.
  4. Kontrolliere die Spannung mit einem Voltmeter, das für 12V Batterien geeignet ist.
  5. Falls die Spannung unter 12,65V liegt, schließe die Batterie an ein geeignetes Ladegerät an. Die Verwendung eines herkömmlichen Ladegeräts mit WA-Kennlinie wird nicht empfohlen, da die Batterie während des Ladevorgangs überwacht werden sollte. 
Beachte beim An- bzw. Abklemmen folgende Vorgehensweise:
    • Trage stets Schutzkleidung und achte auf ausreichende Belüftung!
    • Beim Anklemmen erst den Pluspol, danach den Minuspol anschließen.
    • Schalte das Ladegerät ein.
    • Schalte vor dem Abklemmen nach Ladungsende das Ladegerät aus, klemme dann erst den Minuspol und danach den Pluspol ab.
    • Lass die Batterie nach dem Laden mindestens eine Stunde ruhig stehen und vermeide jegliche Gefahrenquellen wie Funkenbildung in der Nähe der Batterie, da während des Ladens entzündliche Gase entstehen.

Die Batterie kann erst genutzt werden, wenn sie vollständig geladen ist.

Wichtiger Hinweis: Die Batterie enthält Blei und darf deswegen unter keinen  Umständen im Hausmüll entsorgt werden. Sie zählt als Gefahrengut und muss der Wiederaufbereitung zugeführt werden. Trotzdem gibt es ein gutes Argument für die Nutzung von Blei-Akkus, denn in Deutschland werden Blei-Akkus sehr kompetent recycelt und können fast zu 100% wiederverwertet. Es gibt verschiedene Unternehmen mit Recyclingkonzepten inklusive einer Sammel-Logistik. Ein Beispiel dafür ist die „One Call Collection“, das erste europaweite, herstellerunabhängige Netzwerk für die Sammlung von Blei-Säure- und sonstigen Batterien. Eine Entsorgungsanfrage kann man zum Beispiel direkt hier stellen.